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Fahrsicherheitstraining

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Fahrsicherheitstraining

in Saalfelden/Gut Brandlhof

Organisation:

BMW Z1 Club e.V.

Franz Schaffer

 

Veranstaltungsbericht:

Die Intention für das Fahrsicherheitstraining war ganz einfach: Den BMW Z1 besser kennen zu lernen um  im Straßenverkehr die Grenz-- und Gefahrensituationen besser und sicherer beherschen zu können.

Am Donnerstag trafen im Laufe des Tages die Teilnehmer für dieses Event ein und am Abend wurde nach der Begrüßung durch den Präsidenten des Z1 Club und dem Orga-Team bei einem lockeren Abendessen und anschließenden Open End an der Bar die bevorstehenden Abenteuer diskutiert.

Am Freitag ging es dann um 9 Uhr endlich los. Das Wetter war genial, nur Sonne. 23 Z1 waren bereit sich in den Grenzbereich vorzutasten.

Nach der Vorstellung der Instruktoren, gab es eine ausführliche Einführung in die Theorie der Fahrphysik. Solche Dinge wie übersteuern und untersteuern wurden erklärt und was man im Falle eines Falles tun sollte und was nicht. Dann erfolgte noch eine Einführung in die Technik der Reifen und die Dinge auf die man achten sollte (Profiltiefe, Luftdruck, Reifenalter usw.).

Nach etwa 1 Stunde war die Theorie vorbei, wir sind dann alle in die Z1 und fuhren gemeinsam vom Parkdeck auf das FSZ-Gelände. Die Fahrt vom Parkplatz runter war schon recht spannend.

Die Einteilung in vier Gruppen wurde schnell erledigt, jeder bekam ein Funkgerät, welches auf einen Kanal fest eingestellt wurde. Man hatte aber nur die Möglichkeit zu hören und nicht zu sprechen. Das war aber eigentlich ganz gut so und stellte sich nicht als Nachteil heraus.

Der Instruktor fuhr mit seinem Alfa voraus, immer im Funkkontakt mit uns. Wir fuhren erst mal eine kurze Tour über das FSZ-Gelände . Unsere Gruppe als erstes an der Kreisbahn zum Slalom fahren auf unterschiedlichen Fahrbahnbelägen an.
Der Instruktor zeigte uns wie es geht und auf was man achten sollte. Im ersten Moment denkst Du das die Hütchen viel zu nah bei einander sind, aber wenn man es richtig macht dann ist das kein Problem. Geht dann sogar recht zügig… Der Instruktor sagt immer an wann der nächste starten kann und kommentiert auch immer die Leistung wenn jemand durch ist. Die Trainingseinheit an der Kreisbahn wurde mit Driftübungen abgeschlossen.

Im Anschluss gab es vom Instruktor noch eine kurze Lehreinheit über die richtige Sitzhaltung und wie man Lenkrad und Kopfstützen richtig einstellt, damit man es später leichter bei den folgenden Übungen hat. Natürlich auch, weil man mit der richtigen Sitzposition das Auto besser im Griff hat.

Nach der Aktion ging es zum nächsten Abschnitt: Eine ABS Bremsung auf trockener und nasser Fahrbahn. Das war einfach, weil man ja eigentlich nur volles Programm in die Bremse springen musste…Dabei kamen erstaunliche Werte zu Tage, die man so nicht für möglich gehalten hätte.

Das Ganze wurde dann noch durch Ausweichübungen um die Wasserhindernisse gewürzt. Das macht alles richtig Spaß und man sieht hier sofort die ersten Erfolge. Was sich aber auch gleich einstellt ist die Erkenntnis, dass innerhalb von einem oder zwei Kilometern der Grenzbereich des Z1 liegt. Mit 36 km/h machst du die Übung noch ohne sehr große Probleme und bei 38 km/h ist schon Ende, da geht der Z1 sofort ab und du kannst nur noch versuchen das Auto abzufangen. An ein ausweichen vor dem Hindernis ist dann aber nicht mehr zu denken. Hierbei konnte man auch die Aussicht des schönen Salzkammerguts voll genießen, wenn es einen mal wieder um die eigene Achse gedreht hat.
 

Danach war es Zeit für die Mittagspause.

Nach der Pause ging es als nächstes wieder zurück auf das FSZ -Gelände. Als nächste Trainingseinheit stand die Gefällsstrecke auf dem Programm. Geübt wurde dort das Ausweichen auf glatter Fahrbahn im Gefälle. Mit 43 kommst Du durch und mit 45 fliegst Du ab. Das Schwierige war hier, das Auto auf dem glatten Belag zu lenken. Sobald man voll auf der Bremse stand blieb einem nichts anderes übrig als ganz saaaaaanft zu lenken. Einmal zuviel gedreht und weg bist Du… Bis auf Silvio und Rob, die beiden schafften 50Km/h , was mir immer noch ein Rätsel ist.

Die anderen Gruppen war zu dem Zeitpunkt ebenso auf dem FSZ-Gelände unterwegs und wir wechselten immer mit Ihnen die Übungsabschnitte Das Ganze war so getimed das wir uns auch beim warten nie in die Quere gekommen sind.

Der nächste Trainingsabschnitt war nun die Schleuderplatte: Man fährt mit ca. 45-50 Km/h auf die Schleuderplatte zu, kuppelt kurz davor aus und versucht nun den ausbrechenden Z1 wieder abzufangen und zu stabilisieren, eine absolut anspruchsvolle Übung die sehr viel Spaß macht, als kleine Steigerung gibt es dann kurz vor Ende des Abfangmanövers noch Wassersäulen die als Hindernis plötzlich vor einem auftauchen, die es zusätzlich auszuweichen gilt.

Die letzten beiden Trainingseinheiten waren, im Drift Hindernisse auszuweichen und während einer Rückwärtsfahrt den Z1 um 180° zu drehen und vorwärts abzudüsen.

Als Abschluss verschiedene Erkenntnisse, die sich so ergeben haben:

  • Das Kommando “Schneller Lenken” bleibt für lange Zeit in Erinnerung
  • Nicht denken, sondern lenken
  • Kalhaltiges Wasser sieht komisch aus auf unseren Zettis. Die Wasserhindernisse werden mit recht kalkhaltigem Wasser betrieben. Den Kalk bekommt man aber einfach, mit etwas Essig im Waschwasser, wieder runter ...
  • Dem Auto passiert rein gar nichts, nicht mal an den Reifen ist sehr viel zu sehen.
  • Vielleicht ist für den Einen oder Anderen die Entscheidung nun leichter, doch mal an so einem Training teilzunehmen

Nach dem Fahrsicherheitstraining war die Österreichische Presse vor Ort und bereits am nächsten Tag ist der Bericht über das BMW Z1 Club Fahrsicherheitstraining mit Gruppenfoto in der Kronenzeitung erschienen.

Danach ging es sofort mit dem Z1 zum waschen in die Waschboxen nach Saalfelden. Unsere Mädels verbrachten den Tag teils am FSZ-Gelände um zu sehen ob ihre Partner das schon alles richtig machen und mit dem nötigen Fleiß bei der Sache sind, die restliche Zeit des Tage ließen sich dann die Damen im „ Gut Brandlhof“ am Pool bzw. im Wellnessbereich verwöhnen.

Mit einem gemütlichen Fondueessen im Hotel Brandlhof mit anschließender geselligen Runde auf der Terrasse mit vielen Geschichten des Fahrertrainings ging der Tag zu Ende.

Am Samstag ging es nach dem Frühstück zum Fahrerbriefing, nach ein paar Worten zum Ablauf des Tages ging es auf die „ Tour durchs Salzkammergut“. Die Tour führte uns über Lofer nach Berchtesgaden, ab der Mautstelle zur Roßfeld Höhenringstraße war freies Fahren mit bis zu 15% Steigung zum Parkplatz „ Hennenköpfl“auf 1560m angesagt.

Am Parkplatz „ Hennenköpfl“ war der erste Sammelpunkt und zugleich die Möglichkeit mit einem wunderschönen Panorama im Hintergrund die ersten Foto`s zuschießen.

Nach der Pause ging nun weiter über sehr schöne, aber auch enge, kurvenreiche Straßen über Scheffau, Hallein zur Strubklamm. Im Gasthaus Strubklamm gab es bei herrlichen Sonnenschein im Biergarten die verdiente Mittagspause. Die Familie Ebner bewirtete uns mit frisch zubereiteten Speisen und hat es uns an nichts fehlen lassen.

Gegen 13:45 ging es nun weiter über Faistenau, Fuschl am See zum Wolfgangsee. Dieses beeindruckende Panorama entlang des Wolfgangssee konnten wir die nächsten 20km genießen, bevor es wieder auf 1304m zur Postalm ging, zum Gruppenfoto. Über Bad Goissern, Bischofshofen, führte die Route auf den Hochkönig, oben angekommen setzte ein heftiges Unwetter mit unvorstellbaren Wassermassen und Hagelschauern ein. Dieses heftige Unwetter haben leider nicht alle Z1 unbeschadet überstanden, es hatten vier Z1 beschädigte Verdecke und manche zusätzlich Lackschäden an den Kunststoffteilen durch die aufschlagenden Hagelkörner. Einige Z1 haben Unterschlupf in offen stehenden Garagen gefunden, andere sind trotz überfluteter Straßen und sehr schlechter Sicht weiter gefahren und die letzten 30Km zum Hotel zurückgelegt.

Nach Ankunft im „ Hotel Gut Brandlhof“ konnte man dann das Ausmaß der Schäden deutlich erkennen.

Die Abendveranstaltung fand auf der Wilderer Alm statt, um 19:00 wurden wir durch den Tourguide am Hotel abgeholt . Dieser kleine Fußmarsch zur Wilderer Alm brachte zusätzliche Appetit um das reichhaltige Grillbuffet zu genießen. Dies war auch gleichzeitig der Schlusspunkt der Veranstaltung.

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